Lichter in der Stadt und in unseren Herzen

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So schnell vergeht die Zeit. Nun haben wir heute schon den 4. Adventsonntag. Und genau zu diesem Anlass habe ich mir, in der vergangenen Woche, etwas Besonderes für euch einfallen lassen.

Ich finde es immer wieder schön, wenn man in der Adventzeit durch die Dörfer und Städte durchschlendert und sich verzaubern lässt von den vielen Lichtern, Kerzen, den Weihnachtsmärkten, den Duft nach Glühwein, Lebkuchen etc….wenn es einem dann richtig warm ums Herz wird…
Spürt ihr dann auch diese Magie in euch?  Alles fühlt sich so leicht und stimmig an.

Genau das wollte ich in Miniformat in unser Wohnzimmer holen…♥♥♥

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In unserem Keller fand ich dazu einen Glaszylinder, der auf beiden Seiten offen war. Auch mein Ton kam wieder zum Einsatz, etwas Butterpapier, weißes Garn und Tapetenkleister.

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Als erstes maß ich den Umfang meines Zylinders ab und schnitt diese Länge zwei Mal vom Butterpapier herunter. Auf dem ersten Teil skizzierte ich meine zukünftige Ministadt; sie diente als Vorlage. Anschließend rollte ich den Ton wie einen Teig auf ein paar Millimeter aus. Nun legte ich meine Vorlage darauf und schnitt das Ganze mit einem Messer vorsichtig aus.

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Den zweiten Teil wickelte ich um den Glaszylinder. Darauf positionierte und drückte ich meine Tonstadt. Nun hieß es: „Bitte warten“

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Währenddessen nahm ich eine alte Klarsichtfolie und klebte sie mit Klebeband zu einem Stanitzel zusammen. Dann holte ich mein weißes Garn, tauchte es immer wieder in den Kleister und wickelte es anschließend um den Stanitzel rund herum. Auch hier hieß es nun: „Bitte warten“

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Doch am nächsten Morgen war die Enttäuschung groß…meine Stadt wurde sprichwörtlich dem Erdboden gleichgemacht. Sie fiel auseinander, wie ein Kartenhaus.
Und plötzlich mußte ich an all diese Menschen denken, denen es auch in Wirklichkeit, in diesem Jahr schon so ergangen ist…all´jene die durch Krieg, Terror, Umweltkatastrophen ihre Heimat verloren hatten… Es ging mir immer wieder durch den Kopf…
Wie wenig wir es oft zu schätzen wissen, daß wir in unseren wohlig warmen Häusern und Wohnungen sitzen dürfen, die Kühlschränke bis oben hin gefüllt sind, und wir mit Übermacht unsere Bäuche füllen, während andere mit ihren Familien draußen bei Minusgraden, sich am offenen Feuer wärmen müssen, ohne dabei zu wissen, womit sie ihre Kinder am nächsten Morgen füttern werden.
Es ist ein eigenartiges und beschämendes Gefühl, wie ungerecht es auf unserer Welt zugeht.

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Also habe ich versucht, während all´dieser Gedanken meine Stadt wieder aufzubauen. Dazu gab ich auf das Glas ein Doppelklebeband und klebte anschließend die Stadtteile Stück für Stück rund um den Zylinder. (Tipp: die Tonteile habe ich zur Verschönerung noch vorher mit verdünnter, weißer Kreidefarbe angestrichen)
Damit man die enstandenen Risse nicht mehr sieht, klebte ich karierte Bänder sowie weißes Garn darüber.
Den fertig getrockneten Garnstanitzel löste ich vorsichtig von der Folie. Er sollte nun meinen Christbaum symbolisieren. In den Glaszylinder gab ich noch etwas Schafwolle, positionierte in der Mitte ein Ledteelicht und stellte den „Christbaum“ darüber.

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Meine fertige Lichterstadt stellte ich noch auf einen Glasteller und beleuchtete sie zusätzlich mit eine Lichterkette. Nun war sie fertig; meine Lichterstadt …; und mir wurde wieder wohlig warm ums Herz…
Dennoch dürfen wir auch die anderen Menschen, „die keine Lichterstadt haben“, nicht vergessen, sondern sollten sie in unser Herz mit einschließen und alles Mögliche dafür tun, damit auch sie mit ihren Familien in einem wunderschönen, liebevollen Zuhause leben können.

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♥∴♥

In diesem Sinne wünsche ich heute schon einen wunderschönen, besinnlichen „Heiligen Abend“.

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